Die wichtigsten Punkte:
- Manuelle Administration wurde durch automatisierte Prozesse ersetzt, die das Risiko menschlicher Fehler reduzierten.
- Ressourcenoptimierung und ein FinOps-Ansatz senkten die Kosten des IT-Betriebs.
- Modernisierte CI/CD-Pipelines beschleunigten die Bereitstellung von Anwendungen.
- Standardisierte Verfahren und automatisierte Konfigurationen verbesserten Sicherheit und Zuverlässigkeit der IT-Infrastruktur.
- Das Aspecta-Team entwickelte eine umfassende Lösung zur Modernisierung der IT-Infrastruktur von Volkswagen Group, sodass sich die Teams stärker auf strategische Aufgaben konzentrieren konnten.
Viele Unternehmen der Automobilindustrie wechseln von traditionellen monolithischen Systemen zu skalierbaren Cloud-Lösungen. Dieser Übergang kann komplexe Migrationen, die Modernisierung bestehender Systeme und die Einführung von Technologien wie Containerisierung und Orchestrierung mit Kubernetes umfassen.
Managed Services und Prozessautomatisierung ermöglichen es Unternehmen, sich stärker auf ihr Kerngeschäft statt auf die laufende Verwaltung komplexer IT-Infrastruktur zu konzentrieren. Volkswagen Group begegnete diesen Anforderungen mit einer Modernisierung der IT-Infrastruktur, insbesondere der EKS (Elastic Kubernetes Service)-Cluster-Lösung.
Der Kunde
Volkswagen Group ist einer der weltweit größten Automobilhersteller mit mehreren Marken sowie komplexen Produktions- und Vertriebsstrukturen. Für deren Unterstützung benötigt das Unternehmen eine flexible und zuverlässige IT-Infrastruktur, die sich an veränderte Anforderungen anpassen lässt.
Das Problem: Grenzen und Risiken monolithischer Infrastruktur
Monolithische Infrastruktur führte zu deutlichen Einschränkungen bei Skalierbarkeit und Flexibilität und erschwerte die schnelle Anpassung an veränderte Marktanforderungen. Das Management selbstverwalteter EKS-Nodes und Images erforderte umfangreiche manuelle Konfigurationen direkt in der Konsole. Das kostete Zeit und erhöhte die Wahrscheinlichkeit menschlicher Fehler. Dieser Ansatz erhöhte das Risiko von Ausfällen und Sicherheitsvorfällen und belastete die IT-Teams mit Routineaufgaben, sodass weniger Zeit für strategische Themen blieb.
Eine ineffiziente Ressourcennutzung führte zu höheren Betriebs- und Wartungskosten. Manuelle Prozesse und ein geringer Automatisierungsgrad verursachten Verzögerungen bei der Bereitstellung neuer Anwendungen und Updates und verringerten dadurch die Agilität der Organisation. Gleichzeitig erschwerten diese Faktoren eine schnelle Reaktion auf neue geschäftliche und technologische Anforderungen.
Volkswagen Group definierte für die Modernisierung seiner EKS-Cluster-Lösung folgende Ziele:
- Den Automatisierungsgrad bei Management und Bereitstellung von EKS-Clustern erhöhen, um manuelle Eingriffe und menschliche Fehler zu reduzieren.
- Die Ressourcennutzung optimieren und die gesamten Betriebskosten der IT-Infrastruktur senken.
- Skalierbarkeit und Flexibilität der IT-Umgebung verbessern, um schneller auf veränderte Geschäftsanforderungen reagieren zu können.
- CI/CD-Pipelines modernisieren, damit Anwendungen und Updates effizienter und schneller bereitgestellt werden können.
- Sicherheit und Zuverlässigkeit der Infrastruktur durch die Reduzierung manueller Konfigurationen und standardisierte Verfahren verbessern.
- IT-Teams ermöglichen, sich stärker auf strategische Aufgaben statt auf routinemäßige Infrastrukturverwaltung zu konzentrieren.
Die Lösung: Modernisierung der EKS-Cluster-Infrastruktur
Das Team von Aspecta s.r.o. konzipierte und implementierte eine umfassende Lösung zur Modernisierung der EKS-Cluster-Infrastruktur von Volkswagen Group. Der Ansatz umfasste mehrere zentrale Komponenten:
- Vollständige Überarbeitung des Codes: Die bestehende Infrastruktur wurde von Grund auf neu aufgebaut, mit Fokus auf Modularität, Skalierbarkeit und einfachere Wartung. Der neue Code erleichterte Automatisierung und Integration mit modernen DevOps-Tools.
- Vereinfachung der Technologien: Das Team identifizierte und entfernte nicht mehr benötigte oder veraltete Technologien und reduzierte dadurch die Systemkomplexität. An ihre Stelle traten Cloud-native Lösungen, die besser zu den Anforderungen von Volkswagen Group passten.
- Modernisierung der CI/CD-Pipelines: Ein zentraler Bestandteil der Lösung war die Verlagerung der CI/CD-Prozesse von EC2-Instanzen auf einen EKS-Cluster. Dadurch erhöhte sich der Automatisierungsgrad im gesamten Entwicklungs- und Bereitstellungszyklus deutlich.
- Automatisierung von Konfigurationen: Konfigurationen, die zuvor manuell in der Konsole vorgenommen wurden, wurden mithilfe von Infrastructure as Code (IaC) automatisiert. Das reduzierte manuelle Eingriffe und verbesserte zugleich Konsistenz und Wiederholbarkeit über verschiedene Umgebungen hinweg.
- Umsetzung bewährter Verfahren: Die Lösung integrierte etablierte Verfahren für das Management von EKS-Clustern, darunter automatische Skalierung, effizientes Ressourcenmanagement sowie erweitertes Monitoring und Logging.
Während der Umsetzung bearbeitete das Team mehrere Herausforderungen:
- Migration bestehender Workloads: Der Wechsel von monolithischer Infrastruktur zu einer modernen containerisierten Architektur erforderte eine sorgfältige Migration bestehender Anwendungen. Das Team entwickelte einen detaillierten Migrationsplan mit schrittweiser Überführung und Tests jeder einzelnen Komponente, um das Ausfallrisiko möglichst gering zu halten.
- Integration mit bestehenden Systemen: Die neue Lösung musste mit zahlreichen bestehenden Systemen und Prozessen von Volkswagen Group zusammenarbeiten. Das Team stimmte sich eng mit verschiedenen Abteilungen ab, um die erforderlichen Integrationspunkte zu identifizieren und umzusetzen.
- Erfüllung der Sicherheitsanforderungen: Die Automobilindustrie unterliegt strengen Sicherheitsstandards. Die Implementierung erforderte daher eine detaillierte Analyse und entsprechende Maßnahmen, darunter Verschlüsselung, Zugriffsmanagement und Security-Monitoring.
Ergebnisse: Mehr Automatisierung und niedrigere Kosten
Die modernisierte EKS-Cluster-Lösung brachte für Volkswagen Group messbare Ergebnisse:
- 50 % mehr Automatisierung: Die Automatisierung der meisten Prozesse für Management und Bereitstellung von EKS-Clustern reduzierte den Bedarf an manuellen Eingriffen und damit auch das Risiko menschlicher Fehler deutlich.
- 20 % niedrigere Kosten: Eine bessere Ressourcennutzung und die Beseitigung ineffizienter Prozesse reduzierten die Kosten in einzelnen Prozessschritten. Dazu gehörten Infrastrukturkosten ebenso wie Aufwände für manuelle Tätigkeiten.
- Manuelle Konfigurationen reduziert: Konfigurationen wurden automatisiert, wodurch Konsistenz und Zuverlässigkeit stiegen und IT-Teams mehr Zeit für strategische Aufgaben erhielten.
- Schnellere Bereitstellung: Modernisierte CI/CD-Pipelines ermöglichten eine schnellere und zuverlässigere Bereitstellung von Anwendungen und Updates und verbesserten damit die Agilität der Organisation.
- Höhere Skalierbarkeit und Flexibilität: Die neue Lösung ermöglichte Volkswagen Group, schneller auf veränderte Anforderungen zu reagieren und die IT-Infrastruktur bedarfsgerechter zu skalieren.
Fazit
Die Modernisierung der EKS-Cluster-Lösung für Volkswagen Group war ein wichtiger Schritt innerhalb der digitalen Transformation des Unternehmens. Das Projekt adressierte Probleme einer ineffizienten und manuell verwalteten Infrastruktur und schuf zugleich eine Grundlage für die weitere Entwicklung. Die implementierte Lösung verbesserte Automatisierung, Effizienz und Kostenoptimierung. Die Steigerung der Automatisierung um 50 % und die Senkung der Kosten um 20 % zeigen den messbaren Beitrag des Projekts.
Die Ergebnisse verbesserten die operative Effizienz und machten die IT-Infrastruktur anpassungsfähiger an neue Technologien und geschäftliche Anforderungen. Weniger manuelle Prozesse und ein höherer Automatisierungsgrad ermöglichten es den IT-Teams von Volkswagen Group außerdem, mehr Zeit in strategische Aufgaben und Weiterentwicklung zu investieren.
Das Projekt bietet ein praktisches Beispiel für die Modernisierung von IT-Infrastruktur in einem großen Unternehmen und zeigt, wie gezielte Investitionen in Cloud-Technologien und Automatisierung messbaren geschäftlichen Nutzen schaffen können.



